01.06.2026

„Beim Gründungswettbewerb im Rahmen der Gründungsoffensive Bergstraße gibt es keine Verlierer. Eine Teilnahme ist immer ein Gewinn“. Dieser Satz, der während des Pressegesprächs zum Auftakt des Wettbewerbs fiel, traf auf Zustimmung aller am Projekt Beteiligten. Am vergangenen Mittwoch kamen alle Kooperationspartner in die Räume der Wirtschaftsförderung Bergstraße GmbH (WFB) nach Heppenheim, um den Startschuss für den diesjährigen Gründungswettbewerb zu geben.  

Die Zahl der anwesenden Akteure zeigte, wie viele Menschen und Institutionen auch in diesem Jahr an dem erfolgreichen Kooperationsprojekt beteiligt sind, mit dem die WFB und die Zukunftsoffensive Überwald GmbH (ZKÜ) seit 2009 Impulse für unternehmerisches Denken und die Förderung von Innovationen in der Wirtschaftsregion Bergstraße geben. Teilnehmende am Pressegespräch waren Dr. Matthias Zürker, Geschäftsführer WFB, Sebastian Schröder, Geschäftsführer ZKÜ, Robin Chatterjee, Mitglied des Vorstands der Sparkasse Starkenburg, welche den WFB-Gründungsservice unterstützt, sowie Markus Lahm, Leiter Spezielle Gründungsberatung bei der WFB. Für die Kategorie „Zukunftsweisende junge Unternehmen“ nahm Jan Müller, Head of Sales bei der microtech GmbH aus Fürth, für den Sonderpreis „Innovatives Startup“ Uli W. Fricke, Geschäftsführerin der FunderNation GmbH aus Bensheim, und für den Sonderpreis „Gründung im Handwerk“ Olaf Kittel, Abteilungsleiter Betriebswirtschaftliche Beratung bei der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main, am Pressegespräch teil. Auch Florian Neu, Geschäftsführender Gesellschafter der NeuWerbung GmbH aus Bürstadt, der auch dieses Jahr den Gründungswettbewerb durch eine Plakatkampagne begleitet, ließ sich sein Kommen nicht nehmen.

Wie Dr. Zürker informierte, werden auch 2026 engagierte Gründerinnen und Gründer sowie Gründungsinteressierte gesucht, die mit innovativen, tragfähigen und zukunftsorientierten Geschäftsideen überzeugen. „Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten braucht es Menschen, die Chancen erkennen, Verantwortung übernehmen und neue Wege gehen. Deshalb laden wir alle Gründungsinteressierten herzlich ein, sich mit ihren Ideen am Wettbewerb zubeteiligen und die Chance auf attraktive Preise, wertvolle Kontakte und öffentliche Aufmerksamkeit zu nutzen“, so der WFB-Geschäftsführer.

Mit Blick auf die anhaltend schwierige wirtschaftliche Lage in Deutschland und der Wirtschaftsregion Bergstraße verwies Dr. Zürker auf die Bedeutung von Gründungen für die Zukunftsfähigkeit des Standorts. Hohe Kosten, Fachkräftemangel, technologische Umbrüche und ein insgesamt verhaltenes Wirtschaftswachstum stellten Unternehmen vor große Herausforderungen. Umso wichtiger seien neue Ideen, innovative Geschäftsmodelle und unternehmerischer Mut. Der Gründungswettbewerb leiste hierzu einen wichtigen Beitrag, indem er Gründungsvorhaben sichtbar mache, Menschen vernetze und frische Impulse für die regionale Wirtschaft setze.

Dr. Zürker erläuterte, dass im Fokus der Teilnahme die Geschäftsidee bzw. das Geschäftskonzept steht, das durch einen Businessplan oder eine vergleichbare Form der Darstellung des Geschäftskonzepts zusätzlich zur Online-Anmeldung einzureichen ist. Erneut gibt es im Gründungswettbewerb attraktive Preise zugewinnen. Über die Preisträger entscheidet eine Jury mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Kammern und Wissenschaft. Für die Kategorie „Beste Gründung inklusive Unternehmensnachfolge“, die mit 2.000 Euro dotiert ist, sind alle Personen oder Personengruppen ab der Ideenphase teilnahmeberechtigt. Außerdem werden selbständig Tätige oder Unternehmen zugelassen, die maximalzwei Jahre vor dem Aufruf am 27. Mai 2026 mit ihrem Vorhaben an den Startgegangen sind.

Wie Chatterjee erklärte, „gehört es zur DNA der Sparkasse Starkenburg, die Wirtschaft, die Region selbst sowie alles, was hier Arbeitsplätze generiert, zu unterstützen“. Eine gute Geschäftsidee nicht nur zu finden, sondern diese auch gut zu verkaufen, sei enorm wichtig, hob der Sponsor hervor. Der Wettbewerb fördere diese Fähigkeit, wenn die Teilnehmenden ihre Vorhaben dem Gremium präsentieren und dieses überzeugen müssten. Von daher biete der Wettbewerb die beste Plattform, an der eigenen Darstellung zu feilen und diese zu optimieren.

Schröder unterstrich, dass die Wirtschaftsregion Bergstraße bei den Themen Gründung und Wirtschaftsförderung „hervorragend aufgestellt“ sei. Ein gut funktionierendes, erprobtes und wachsendes Netzwerk von Unterstützern greife den Gründerinnen, Gründern, Nachfolgenden, Startups und jungen Unternehmen im Wachstum unter die Arme. „Sicherlich haben wir wieder top Bewerbungen im Wettbewerb – ich freue mich darauf“, so der ZKÜ-Geschäftsführer.

Bei der Kategorie „Zukunftsweisende junge Unternehmen“ werden selbständig Tätige oder Unternehmen zugelassen, die maximal fünf Jahre vor dem diesjährigen Aufruf mit ihrem Vorhaben begonnen haben. Auch dieser Preis ist mit 2.000 Euro dotiert. Sponsor dieser Kategorie ist erneut die microtech GmbH, die damit junge Unternehmen und Gründungsvorhaben in der Region unterstützt. „Auch wir freuen uns, wieder mit dabei zu sein und unseren Beitrag zu einem gelungenen Wettbewerb und die Gründerlandschaft in der Region leisten zu können“, bekräftigte Müller.

Die FunderNation GmbH vergibt für besonders innovative Startups aus der Wirtschaftsregion Bergstraße den Sonderpreis „Innovatives Startup“, dotiert mit500 Euro. Zusätzlich stellt der Sponsor dem Preisträger die Teilnahme an der „Masterclass“ der FunderNation GmbH im Wert von über 1.000 Euro kostenfrei zur Verfügung. „Seit 29 Jahren unterstützen wir Startups“, so Fricke, die auf die Chancen von Künstlicher Intelligenz (KI) bei der Gründung hinwies, denn „KI vereinfacht viele Schritte“. Ein weiterer Vorteil für die Gründenden sei die Struktur der Wirtschaftsregion Bergstraße, in der alle Unternehmensformen – Großkonzerne, kleine und mittlere Betriebe – sowie eine Vielzahl an Branchen zu finden sei und somit gute Möglichkeiten biete, Zulieferer und Partner zu finden.

Die Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main kann für besonders herausragende „Gründungen im Handwerk“ einen Sonderpreis vergeben, dotiert mit 350 Euro in bar odereinem Weiterbildungsgutschein in Höhe von 1.500 Euro. Voraussetzung ist die Eintragung in die Handwerksrolle der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main. „Der Gründungswettbewerb setzt Impulse für qualitativhochwertige Gründungen in der Wirtschaftsregion Bergstraße“, so Kittel.

Auch Neu gab seiner Freude Ausdruck, ein weiterer Mosaikstein in der Kommunikationsstrategie Gründungswettbewerbs sein zu dürfen – „wir sind mittlerweile im zehnten Jahr mit dabei“, sagte der Geschäftsführende Gesellschafter der NeuWerbung GmbH, der betonte: „Gründungen sollen Ideentransportieren und sich bestens nach außen präsentieren – unsere jährliche Plakatkampagne im Kreis Bergstraße unterstützt sie dabei.“

Zusätzlich erhält jedes teilnehmende Vorhaben beziehungsweise Unternehmen die Möglichkeit, einen Beitrag in unserer Social-Media-Reihe „Gründungen der Bergstraße – Spot on“ zu platzieren. Mit ihren Social-Media-Kanälen (unter anderem LinkedIn, Instagram und Facebook) erreicht die WFB regelmäßig mehrere hundert Interessentinnen und Interessenten aus der ganzen Region und rückt somit alle teilnehmenden Gründungsvorhaben oder Unternehmen ins Scheinwerferlicht. Abschluss des Gründungswettbewerbs bildet auch dieses Jahr wieder die feierliche Preisverleihung, die für den November geplant ist.

Wie Lahm informierte, hat der WFB-Fachbereich Unternehmens- und Gründungsservice seit dem ersten Gründungswettbewerb im Jahr 2010 mehr als 500 Gründungen begleitet. „Laut Statistik gab es 690.000 Gründungen in Deutschland im vergangenen Jahr. Hessen befindet sich aktuell bundesweit an dritter Stelle, was das Gründungsgeschehen betrifft, als Flächenbundesland ist Hessen sogar auf Platz eins“, erklärte Lahm. Weiter erläuterte er, dass der Kreis Bergstraße im NUI-Regionenranking des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn auf Rang 54 von 400 Landkreisen und kreisfreien Städten liegt. „Damit befindet sich die Region seit Jahren stabil im oberen Bereich des Rankings, was zeigt, dass hier gute Voraussetzungen für Gründungen bestehen.“

„Wirtschaftliche Zukunft entsteht dort, wo Menschen den Mut haben, Neues zu wagen. Mit dem Gründungswettbewerb möchten wir Gründerinnen und Gründer ermutigen, ihre Ideen weiterzuentwickeln, sichtbar zu machen und erfolgreich in die Praxis umzusetzen. Denn genau solche Impulse braucht unsere Wirtschaftsregion gerade jetzt“, betonte Dr. Zürker abschließend.

Die Teilnahme am Gründungswettbewerb ist kostenfrei und komplett online möglich. Bewerbungen für den Gründungswettbewerb sind ab sofort hier möglich.
Informationen über die Gründungsoffensive Bergstraße gibt es hier.

Anmeldeschluss ist der 3. September 2026.

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