22.09.2026

Ein Jahrhundert Unternehmensgeschichte: Die ZIREC Kabelaufbereitungs-GmbH in Bensheim blickt in diesem Jahr auf ihr 100-jähriges Bestehen zurück. Aus diesem Anlass besuchten Landrat Christian Engelhardt, Aufsichtsratsvorsitzender der Wirtschaftsförderung Bergstraße GmbH (WFB), und Dr. Matthias Zürker, Geschäftsführer der WFB, das Unternehmen und überreichten Geschäftsführerin Petra Zieringer eine Urkunde zum Jubiläum.

Im Rahmen einer Führung über das Gelände und durch die Werkshallen gab Zieringer den Gästen einen Einblick in die Aufgaben und Tätigkeiten des Familienunternehmens. Zudem tauschten sich die Beteiligten über die Entwicklung des Betriebs und aktuelle Rahmenbedingungen für mittelständische Unternehmen aus.

Als Metallhütte Metallgroßhandel GmbH & Co. im Jahr 1926 von Andreas Zieringer gegründet, stellte Karl Zieringer 1981 die Weichen für die Spezialisierung auf die Aufbereitung von Kabeln. Im gleichen Jahr erfolgte die Umfirmierung des Unternehmens als ZIREC-GmbH. Seit dem Jahr 2000 führt Petra Zieringer das Unternehmen in dritter Generation. Mit ihren sehr modernen Kaltzerlegungsanlagen können jährlich bis zu 25.000 Tonnen Kabel umweltschonend aufbereitet werden. Kabelwerke aus ganz Europa zählen zu den langjährigen Rohstofflieferanten. Die bei der Aufbereitung gewonnenen Metall- und Kunststoffgranulate kommen unter anderem in Kupfer- und Aluminiumhütten, Halbzeugwerken sowie in der chemischen Industrie zum Einsatz.  

„Wir sind heute das größte Unternehmen für Kupferkabelrecycling in Europa“, erläuterte Geschäftsführerin Petra Zieringer. „Entscheidend für diesen Weg war unser Fokus darauf, technische Entwicklungen aufzugreifen und die Qualität unserer Arbeit kontinuierlich weiterzuentwickeln.“

Ein Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit liegt auf der Rückgewinnung wertvoller Rohstoffe. Bei der Kabelaufbereitung werden Metalle und Isolierungen voneinander getrennt und anschließend einer weiteren Verwendung zugeführt. Wie die Geschäftsführerin erklärte, gehört für Zirec ökonomisches Handeln, Umweltschutz und Qualität zusammen. „Unser Anspruch ist es, aus den uns anvertrauten Materialien möglichst hochwertige Rohstoffe zurückzugewinnen und damit einen nachhaltigen Beitrag zur Wertschöpfung zu leisten“, so Zieringer. Zirec beschäftigt gemeinsam mit ihrem 1991 gegründeten Tochterunternehmen Kumeta 90Mitarbeitende. Kumeta (Kunststoff- und Metallaufbereitungs-GmbH) befindet sich am gleichen Standort und ist auf die Aufbereitung und Weiterverwertung von Kunststoffen spezialisiert, die beim Kabelrecycling der ZIREC Kabelaufbereitungs-GmbH anfallen.

„Wir gratulieren herzlich zu ihrem Jubiläum“, sagte Landrat Engelhardt. „100 Jahre Unternehmensgeschichte stehen für Beständigkeit, aber ebenso für die Fähigkeit, sich immer wieder auf neue Anforderungen einzustellen. ZIREC zeigt eindrucksvoll, wie ein Familienunternehmen über Generationen hinwegunternehmerische Erfahrung mit moderner Technik und einem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen verbinden kann.“

Für Dr. Zürker sind langjährig am Standort verwurzelte Betriebe ein wichtiger Bestandteil der regionalen Wirtschaftsstruktur: „Unternehmen wie Zirec stehen für Know-how, den Erhalt und die Schaffung von Arbeitsplätzen sowie unternehmerische Kontinuität in unserer Region. Zugleich zeigt die Entwicklung des Betriebs, dass Tradition und Zukunftsorientierung sehr gut zusammenpassen.“

Lächelnde Frau mit dunklen Haaren, die mit verschränkten Armen vor heller Wand steht, trägt weiße Bluse mit feinen Streifen.

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