Wenn die Außentemperaturen sinken und es draußen ungemütlich wird, ist es an der Zeit, die Heizung fit für den Winter zu bekommen. Dazu gehört die jährliche Heizungswartung durch den Fachbetrieb. Sie verringert die Gefahr eines plötzlichen Ausfalls im Winter und erhöht die Effizienz der Anlage.
Werden die Heizkörper bei moderaten Außentemperaturen schon sehr heiß oder bei sehr niedrigen Außentemperaturen nicht warm genug? Dann muss die Heizkurve oder Heizkennlinie eingestellt werden. Sie bestimmt, wie stark sich die Vorlauftemperatur im Heizkreislauf bei steigenden oder sinkenden Außentemperaturen verändern muss. Die optimale Einstellung der Heizkurve oder Heizkennlinie spart Energie und sorgt für angenehme Temperaturen drinnen, egal wie kalt es draußen ist.
Gluckert es in den Heizkörpern oder werden sie nur teilweise warm, kann Luft im Heizsystem die Ursache sein. Das Entlüften der Heizkörper schafft meist Abhilfe. Der Wasserdruck, ablesbar am Manometer, sollte ebenfalls regelmäßig überprüft werden.
Ist die Heizungspumpe schon in die Jahre gekommen und noch ungeregelt? Regelbare Hocheffizienzpumpen passen ihre Pumpleistung selbsttätig dem Bedarf an und reduzieren nicht nur den Stromverbrauch, sondern auch Fließgeräusche und Ventilpfeifen.
Ein Blick auf die Thermostatventile an den Heizkörpern ist ebenfalls empfehlenswert. Ließ sich in der letzten Heizperiode die Temperatur schlecht regeln, empfiehlt sich ein Austausch. Programmierbare Thermostate können an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden, so dass nur dann geheizt wird, wenn man Wärme braucht – rechtzeitig bevor man abends nach Hause kommt oder morgens ins Bad geht.
Werden trotz gleicher Thermostateinstellung manche Heizkörper sehr heiß (meist in der Nähe des Wärmeerzeugers), andere dagegen kaum warm, ist ein hydraulischer Abgleich sinnvoll. Oft wird die Pumpleistung oder die Vorlauftemperatur erhöht, damit auch der letzte Heizkörper warm wird. Die Folge sind erhöhter Strom- und Brennstoffverbrauch. Beim hydraulischen Abgleich werden alle Komponenten des Heizsystems so eingestellt, dass alle Heizflächen gleichmäßig warm werden.
Sie können Ihre Handwerkerrechnung beim Finanzamt vorlegen und pro Jahr 20 Prozent von maximal 6.000 Euro Handwerker-Lohnkosten absetzen. Wer das ausschöpft, kann bis zu 1.200 Euro sparen. Nicht steuerlich absetzbar sind Handwerkerrechnungen, wenn für die Arbeiten öffentliche Fördermittel in Anspruch genommen werden.
Die Bundesförderung für effiziente Gebäude bietet für die Heizungsoptimierung einen Zuschuss von fünfzehn Prozent der förderfähigen Kosten. Ist die Maßnahme Bestandteil eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP), steigt der Zuschuss auf 20 Prozent. Die Höchstgrenze der förderfähigen Ausgaben beträgt 30.000 Euro pro Wohneinheit, 60.000 Euro mit iSFP.
Gefördert wird die Optimierung von Heizungsanlagen in Wohngebäuden mit maximal fünf Wohneinheiten, wenn der Wärmeerzeuger älter als zwei Jahre und bei Wärmeerzeugung mit fossilen Brennstoffen nicht älter als zwanzig Jahre ist. Dazu zählt der hydraulische Abgleich, der Austausch der Heizungspumpe, die Dämmung von Rohrleitungen, der Einbau von Flächenheizungen ebenso wie der Einbau von Mess-, Steuer- und Regelungstechnik.
Bei Biomasseheizungen (Pellet-/Hackschnitzel-/Scheitholzkessel) werden auch Maßnahmen zur Reduzierung der Staubemissionen gefördert.
Die Details zur Förderung der Heizungsoptimierung finden Sie hier.
Wer technisch etwas versiert ist und selbst etwas tun möchte, findet bei der LandesEnergieAgentur Hessen praktische Anleitungen.
Info: Weiteres Wissenswertes zum Thema Energie und über die Energieagentur Bergstraße finden Sie hier. Die Förderübersichten der Energieagentur informieren über alle Förderangebote im Bereich erneuerbare Energie und Energiesparmaßnahmen bei Wohngebäuden sowohl im Bestand als auch für Neubauten. Sie stehen hier zum Download auf der Internetseite der WFB.
Informationen über die Serviceleistungen der WFB gibt es hier.
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