Wirtschaftsregion

ARBEITSSCHUTZSTANDARDS

Um eine Ausbreitung von Erkrankungen im Unternehmen vorzubeugen, gibt es einige sinnvolle Maßnahmen. Hierzu zählen die Hygieneregeln die jeder Mitarbeiter einhalten sollte sowie auch Optionen, die der Arbeitgeber installieren kann.

Arbeitsschutz und Arbeitsschutzstandard während der Coronavirus-Pandemie

Zum Schutz der Beschäftigten vor dem Coronavirus empfiehlt die Bundesregierung einen SARS-CoV-2 Arbeitsschutzstandard, welcher durch eine Arbeitsschutzregel im August 2020 konkretisiert wurde, mit den folgenden Eckpunkten:

  • Arbeitsschutz gilt - ergänzt um Infektionsschutz!
  • Vorsorge - mit Sozialpartnern und Experten
  • Mindestens 1,5 Meter Abstand einhalten
  • Weniger direkter Kontakt im Betrieb - Abläufe entzerren
  • Niemals krank zur Arbeit!
  • Mehr Schutz bei unvermeidlichem direktem Kontakt
  • Hygiene immer und überall ermöglichen
  • Risikogruppen besonders schützen
  • Betriebliche Routinen für Infektionsfälle erarbeiten
  • Maßnahmen aktiv kommunizieren 

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat eine ausführliche Ausführung dieser Eckpunkte zur Verfügung gestellt. Zudem hat das BMAS häufig gestellte Frage und deren Antworten veröffentlicht. Diese finden Sie hier.

 

Hygiene am Arbeitsplatz

In der aktuellen Coronavirus-Pandemie sollten Mitarbeiter zueinander wie auch zu Kunden immer den vorgeschriebenen Abstand von 1,5m - 2m einhalten.

Um die Mitarbeiter vor einer Tröpfcheninfektion zu schützen, kann ein sogenannter Niesschutz oder auch Thekenaufsatz überall installiert werden, wo ein Kontakt untereinander unvermeidbar ist.

Weitere Hinweise zur Hygiene am Arbeitsplatz finden Sie hier.

  

Aufgaben der Mitarbeiter

  • Im Krankheitsfalle zuhause bleiben
  • In die Armbeuge Husten und Niesen
  • Regelmäßiges Händewaschen mit Seife
  • Nach Möglichkeit desinfizieren der Hände
  • Den Arbeitsplatz regelmäßig reinigen
  • Benutztes Geschirr tagesgleich spülen/in die Spülmaschine räumen
  • Telefone/Smartphones, Tastaturen und Mäuse regelmäßig desinfizieren
  • Auf das Händeschütteln verzichten

 

Aufgaben der Arbeitgeber

  • Türklinken, Fahrstuhlknöpfe, Toiletten und Waschräume so häufig wie möglich gründlich reinigen und desinfizieren lassen. Dem Reinigungspersonal klare Richtlinien aufzeigen
  • Immer für genügend Seife und Desinfektionsmittel sorgen
  • Niesschutz/Thekenaufsätze überall installieren, wo ein Kontakt untereinander unvermeidbar ist
  • Spülschwämme, Handtücher in kurzen Abständen tauschen, bzw. reinigen lassen
  • Küchengeräte wie Mikrowelle, Kühlschrank und Besteck regelmäßig reinigen lassen
  • Auf Abstandsregelungen unter den Mitarbeitern sowie zu den Kunden achten
  • Bürobelegung mit Abstandsregelungen (z.B. auch beim Kopierer, etc.) planen sowie deutlich markieren
  • Schichtpläne so anpassen, dass die Produktion bei einem Krankheitsfall und Quarantäneverordnung fortgeführt werden kann
  • Home-Office Regelungen treffen
  • Mund-Nase-Masken bereitstellen, wenn diese gefordert sind

 

Das Bundesministerium für Gesundheit hat eine Sonderseite zum Thema Coronavirus veröffentlicht. Hier finden Sie Informationen und allgemeine Hinweise über die Infektionswege und die entsprechenden Verhaltensweisen. Ergänzend dazu finden Sie auch auf der Website des Bundesministerium für Arbeit und Soziales Hinweise zum einheitlichen Arbeitsschutz gegen das Coronavirus.

Der Bundesverband der Arbeitgeberverbände hat Informationen zu arbeitsrechtlichen Folgen einer Pandemie zusammengefasst.

Das Robert-Koch-Institut veröffentlicht u.a. die Risikogebiete und gibt weiterführende Hinweis was zu tun ist, wenn man selbst oder ein Mitarbeiter vor kurzem in einem der Risikogebiete war.

Über die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. erhalten Sie auch ein Faltblatt mit 10 Tipps zur betrieblichen Pandemieplanung.

Über die Hotline 0800-5554666 hat das hessische Ministerium für Soziales und Integration eine Nummer geschaltet unter der Sie aktuelle Informationen erhalten. Antworten auf häufige Fragen finden Sie auch auf der Internetseite des Ministeriums: soziales.hessen.de.

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