Wirtschaftsregion

THEMENTAG IN DER WIRTSCHAFTSREGION BERGSTRASSE

Landrat Christian Engelhardt und die Wirtschaftsförderung Bergstraße besuchten im Rahmen ihres Aktionstags vier Unternehmen aus der Wirtschaftsregion Bergstraße / Firmen agieren erfolgreich in den Branchen Maschinen- und Anlagenbau

Thementag in der Wirtschaftsregion Bergstrasse
Auf der Agenda des diesjährigen Thementags standen Besuche der Firmen (von links oben nach rechts unten): Loroch GmbH in Mörlenbach, ProTec Polymer Processing GmbH in Bensheim, HEESS GmbH & Co KG sowie Gärtner Maschinenbau e.K. in Viernheim.  - © WFB

22.11.2021: Die Stärke der Wirtschaftsregion Bergstraße liegt in ihrer ausgeglichenen Branchenstruktur. „Um die unterschiedlichen Facetten der Region auch nach außen stärker zu verdeutlichen, veranstaltet die Wirtschaftsförderung Bergstraße so genannte Thementage. Hier werden die einzelnen Branchenschwerpunkte anhand ausgewählter Unternehmen näher vorgestellt“, erläutert Landrat Christian Engelhardt, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Wirtschaftsregion Bergstraße / Wirtschaftsförderung Bergstraße GmbH (WFB). Kürzlich organisierte die WFB einen Thementag, bei dem die Branchen Maschinen- und Anlagenbau im Fokus standen. Von Seiten der WFB nahmen Landrat Christian Engelhardt, Dr. Matthias Zürker, Geschäftsführer der WFB, sowie Felix Fischer, Projektmanager Unternehmerservice bei der WFB, an der Veranstaltung teil. Auf dem Programm standen Besuche der Firmen Loroch GmbH in Mörlenbach, ProTec Polymer Processing GmbH in Bensheim, HEESS GmbH & Co KG in Lampertheim sowie Gärtner Maschinenbau e.K. in Viernheim.

Den Anfang machte die Loroch GmbH. Hier schlossen sich Bürgermeister Erik Kadesch, Gemeinde Mörlenbach, sowie Hartmut Rauen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V. (VDMA), der WFB an. Der Geschäftsführer Dr. Roland Loroch, Matthias Brehm, Leiter der Konstruktion, sowie Christoph Loroch, Koordinator in der Produktion, begrüßten die Gäste und luden sie zu einer Führung in die Werkshallen ein. Als Spezialist für Schleifmaschinen zum Schärfen von Sägen agiert die Loroch GmbH überwiegend in der metallbearbeitenden Industrie, das heißt, in den Branchen Automobile, Maschinenbau, Rohr- und Halbzeughersteller, sowie teilweise in der Landwirtschaft und Bauindustrie. „Wir produzieren moderne Maschinen zum Schärfen von Kreissägeblättern und Sägebändern“, so Dr. Loroch, der das Unternehmen in der vierten Generation führt. Die Produktpalette umfasst einfache, manuelle Maschinen, aber hauptsächlich CNC-gesteuerte Maschinen, und vollautomatische Service-Center. So kann Loroch Maschinen für alle Einsatzgebiete zur Verfügung stellen. Die Historie geht auf einen 1899 in Heidelberg gegründeten Handwerksbetrieb zurück: Hier hat Josef Loroch eine Werkstatt gegründet und einen von ihm entwickelten Apparat zum Löten von Bandsägen gebaut und vertrieben. 1913 kam die Firma an den Standort in Mörlenbach und verlagerte ihr Betätigungsfeld auf die Entwicklung und den Bau von Sägenschärfmaschinen. „Durch unsere Zugehörigkeit zur Vollmer Gruppe sind wir seit 2006 weltweit präsent“, erläuterte der Geschäftsführer. Weltweit hat die Gruppe drei Produktionsstandorte und 14 ausländische Vertriebsgesellschaften mit rund 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Am Standort sind es 48.

Weiter ging es für die WFB zur ProTec Polymer Processing GmbH, einem international tätigen Systemlieferanten für die Kunststoffindustrie in Bensheim. Hier nahmen auch Stadtrat Adil Oyan, Stadt Bensheim, sowie Hartmut Rauen am Firmenbesuch teil. Der technische Geschäftsführer des Unternehmens, Peter Theobald, informierte mit Joachim Diede, Head of Product Management, über die neuesten Projekte und Produkte. „Unsere Produkte und Lösungen unterstützen erfolgreich die Fertigung von Kunststofferzeugern und Kunststoffverarbeitern in den Bereichen Spritzgießen, Extrusion und Blasformen“, so Theobald bei einem Firmenrundgang. Wie er erläuterte, begleitet ProTec seine Kunden von der Bedarfsermittlung über die Planung und Umsetzung der Prozessschritte, die Auslegung und Berechnung der angewendeten Verfahren bis hin zur Lieferung. „Wir montieren die Anlagen, nehmen sie in Betrieb und schulen das Personal unserer Kunden in unserer firmeneigenen Akademie“, ergänzte er. „Der Ursprung der Firma liegt im Jahr 1948 in der Gründung des Bereichs Anlagentechnik der Filterwerke MANN+HUMMEL GmbH in Ludwigsburg. 2005 wurde das Werk MANN+HUMMEL ProTec nach Bensheim verlegt. 2012 übernahm die Schoeller-Gruppe MANN+HUMMEL ProTec und führte die Firma mit der OHL Engineering GmbH zusammen. Das neue Unternehmen erhielt die Firmierung ProTec Polymer Processing GmbH. Heute ist ProTec führend in den Bereichen Material-Handling, Kunststoffveredelung, dem Bau kompletter PET-Recyclinganlagen und weltweit führend bei Herstellung und Vermarktung von Anlagen für die Produktion von Langfaserthermoplasten, vorwiegend eingesetzt im Leichtbau von Kraftfahrzeugen, und beschäftigt 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Der nächste Programmpunkt war ein Besuch der HEESS GmbH & Co KG in Lampertheim, an dem auch Bürgermeister Gottfried Störmer teilnahm. Thomas Streng, der Geschäftsführer, Harald Juretzko, kaufmännischer Leiter, sowie Hans Moh Amar, Leiter Arbeitsvorbereitung / Produktion / After Sales / technische Akquisition / Lohnfertigung, begrüßten die Gäste. „Als global führender Hersteller von Fixtur-Härteanlagen arbeiten wir für namhafte Automobil- und Getriebehersteller sowie Firmen aus den Bereichen Windkraft, Luftfahrt und der Landmaschinenindustrie“, so Streng bei einem Rundgang durch die Werkshalle. Zu den Produkten zählen Härtemaschinen, Handlingsysteme zur Be- und Entladung, Magazineinrichtungen sowie Maschinen zur energiesparenden Teilereinigung nach dem Härten. Die Anlagen werden weltweit zunehmend auch für die Produktion von Antriebsbauteilen in Hybrid- und Elektrofahrzeugen eingesetzt. HEESS ist an Forschungsprojekten mit Universitäten und großen Industriepartnern beteiligt. „Unsere Stärke ist neben unserer Innovationskraft und Erfahrung unsere Flexibilität. Wir liefern von der Idee über die Konstruktion bis zur Montage und Service alles aus einer Hand“, führt er weiter aus. Das Unternehmen wurde 1945 als Schlossereibetrieb gegründet. In den Folgejahren lag der Fokus auf der Durchführung von Maschinenüberholungen und der Fertigung von Gehäusen für den Maschinenbau. Hinzu kamen der eigene Maschinenbau und erste Härteanlagen. Heute liefert HEESS seine Anlagen und Maschinen weltweit und beschäftigt 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Firmensitz in Hofheim, wo auch die Ausbildung eine wichtige Rolle spielt.

Den Abschluss des Thementags bildete ein Besuch der Gärtner Maschinenbau e.K. in Viernheim. Mit dabei waren diesmal Bürgermeister Matthias Baaß sowie Alexander Schwarz, Leiter der Wirtschaftsförderung der Stadt Viernheim. Manfred Gärtner, der in der zweiten Generation als Geschäftsführer im familiengeführten Unternehmen tätig ist, erläuterte die Tätigkeiten des Unternehmens. „Als Meisterbetrieb fertigen wir seit 1965 Präzisionsteile, Komponenten und Baugruppen für unsere Kunden aus den Branchen Handel, Handwerk und Industrie mit hochwertigen Zulieferteilen in kleinen Losgrößen von ein bis tausend Stück“, erklärte Gärtner. Schwerpunkte sind hier Kunden aus dem Motorenbau, der Lebensmittelbranche und dem Maschinenbau. Wie er weiter erläuterte, umfasst das Leistungsspektrum das Drehen, Fräsen und Bohren von allen zerspanbaren Werkstoffen. Beispiele hierfür sind etwa Automaten- und Edelstähle, Gusswerkstoffe, Buntmetalle oder Aluminium. Darüber hinaus werden auch Kunststoffe wie Polyamid oder Teflon bearbeitet. „Durch moderne Bearbeitungszentren und Maschinen sowie einer fundierten Ausbildung besitzt unser sechsköpfiges Mitarbeiterteam die besten Voraussetzungen, um ein optimales Maß an Präzision und Zuverlässigkeit zu erreichen“, so der Geschäftsführer. Wie er weiter informierte, hat die Ausbildung von Jugendlichen einen hohen Stellenwert im Unternehmen: Die Firma ist ein zertifizierter TOPAS (TOP-Ausbildungsstelle im Handwerk)-Betrieb.

„Gerade in dieser nicht einfachen Zeit ist es wichtig mit den Firmen in der Wirtschaftsregion Bergstraße in Kontakt zu bleiben und sich über die Herausforderungen, aber auch die Chancen auszutauschen. Für die Betriebe wollen wir stets Ansprechpartner bleiben und sie mit unseren kostenlosen Serviceleistungen unterstützen“, erklärt Dr. Zürker. „Das Veranstaltungsformat ‚Thementag‘ wollen wir auch 2022 fortsetzen.“

Info: Die Loroch GmbH finden Sie im Internet unter www.loroch.de, die ProTec Polymer Processing GmbH unter www.sp-protec.com, die HEESS GmbH & Co KG unter www.heess.com, die Gärtner Maschinenbau e.K. unter www.gaertner-maschinenbau.de. Wissenswertes über die Serviceleistungen der WFB gibt es hier.

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Wirtschaftsförderung Bergstraße GmbH