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RICHTIG LÜFTEN IM WINTER VERBESSERT DIE LUFTQUALITÄT UND SPART HEIZKOSTEN

Gebäude „atmen“ nur über die Fenster, nie durch die Wände / Stoßlüften verringert Luftfeuchtigkeit und Aerosolkonzentration / Ständig gekippte Fenster erhöhen Schimmelrisiko und Energieverbrauch

Richtig lüften im Winter verbessert die Luftqualität und spart Heizkosten
Stoßlüften verringert Luftfeuchtigkeit und Aerosolkonzentration. - © BMU

27.10.2020: Ein gesundes Wohnklima fördert entscheidend die Behaglichkeit in den eigenen vier Wänden. Wesentliche Faktoren für Wohlbefinden und Energieeinsparung sind im Winter richtiges Lüften und Heizen, auch wenn mancher gerade im Winter ungern die Fenster öffnet.

In einem Dreipersonenhaushalt werden durch die Wasserdampfabgabe der Personen, durch Duschen, Kochen, Pflanzen und andere Feuchtequellen täglich 6 bis 14 Kilogramm Wasser freigesetzt. Um Feuchteschäden wie Schimmel zu vermeiden, muss die Feuchtigkeit durch regelmäßiges Lüften nach außen abgeführt werden. Frischluft sorgt auch allgemein für gute Luftqualität im Raum, indem beispielsweise hohe Kohlendioxidkonzentrationen (CO2) vermieden werden.

Die wichtigsten Kriterien beim Lüften sind:

•    Schlafräume unmittelbar nach dem Aufstehen 5 – 10 Minuten mit weit geöffneten Fenstern lüften

•    Küche und Bad unmittelbar nach dem Duschen, Baden, Kochen oder Wischen von Fußböden lüften

•    Lange gekippte Fenster erhöhen den Energieverbrauch, das Risiko von Schimmelbefall und ihre Heizkosten drastisch

•    Mehrmals täglich kurzes Stoßlüften bei weit geöffneten Fenstern und geschlossenen Heizkörpern

•    Besonders effektiv: Querlüften mit offenen Innentüren und weit geöffneten Fenstern an den gegenüberliegenden Seiten der Wohnung

Ein Aspekt ist zurzeit ganz besonders wichtig: Das richtige Lüften von Innenräumen – wie Büros und Wohnungen – kann helfen, das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 über Aerosole zu verringern. Eine möglichst hohe Frischluftzufuhr ist eine der wirksamsten Methoden, Aerosole aus Innenräumen zu entfernen und damit das Übertragungsrisiko zu reduzieren.

Lüften Sie Wohnräume regelmäßig, insbesondere wenn sich mehrere Personen darin aufhalten. Dies sollte entweder über weit geöffnete Fenster (Stoßlüftung) über mehrere Minuten oder – noch wirksamer – durch das Querlüften bzw. Querstromlüften erfolgen. Als Faustregel empfiehlt das Umweltbundesamt das Stoßlüften für im Schnitt mindestens 10 bis 15 Minuten, wobei im Sommer 20 bis 30 Minuten gelüftet werden sollte, während im Winter bei großen Temperaturunterschieden auch schon fünf Minuten ausreichend sein können.

Für Büroräume gilt: stündlich über die gesamte Fensterfläche zwischen 3 Minuten (im Winter) und 10 Minuten (im Sommer) lüften; Besprechungs- und Seminarräume sollten mindestens alle 20 Minuten gelüftet werden. Das gibt auch die Arbeitsschutzrichtlinie vor.

Das wird im Eifer des Gefechtes leider häufig vergessen oder es wird einfach viel zu selten gelüftet. Abhilfe soll der neue kostenlose CO2-Timer schaffen, den das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) gemeinsam mit der Unfallkasse Hessen (UKH) für Android und Apple entwickelt hat. Aus Personenzahl, Aufenthaltsdauer und Raumvolumen errechnet die App die voraussichtliche CO2-Konzentration und gibt an, wann und wie oft gelüftet werden soll. Die ermittelte Zeit lässt sich als Timer setzen, der an die Lüftung erinnert.

Eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung erspart das Öffnen der Fenster und garantiert regelmäßige Frischluftzufuhr ohne Zugempfinden und nennenswerte Energieverluste.

Info: Das Team der Energieagentur Bergstraße beantwortet gern alle Fragen zu den Themen Energie, erneuerbare Energien sowie Energieeffizienz und gibt einen Überblick über die aktuellen Fördermöglichkeiten. Vom passenden Heizsystem für Ihr Gebäude über Solarenergie bis zur Wärmedämmung erhalten Sie fachkundige Informationen, kostenlos und neutral. Zur telefonischen Terminvereinbarung ist die Energieagentur von Montag bis Donnerstag von 9:00 bis 13:00 Uhr unter der Rufnummer 06252 68929-88 oder immer freitags von 10:00 bis 13:00 Uhr zur freien Online-Beratungszeit via Skype zu erreichen.

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