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ERDÜBERLASTUNGSTAG DOKUMENTIERT ÖKOLOGISCHEN FUßABDRUCK IN ÜBERGRÖßE

Bereits am 29. Juli hat die Menschheit das Budget der Natur für dieses Jahr aufgebraucht / Bei derzeitigem weltweitem Verbrauch wären 1,75 Erden nötig / Laut Global Footprint Network Ressourcen immer früher verbraucht

Erdüberlastungstag dokumentiert ökologischen Fußabdruck in Übergröße
Mohandas Gandhi: „Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.“  - © Pixabay

01.08.2019: Am 29. Juli war der globale Erdüberlastungstag. Der Tag markiert den Zeitpunkt im Jahr, bis zu dem die Menschheit so viel von der Erde beansprucht hat, wie alle Ökosysteme im gesamten Jahr erneuern können. Ab diesem Tag beanspruchen wir für das restliche Jahr mehr Acker- und Weideland, Fischgründe und Wald als uns rechnerisch zur Verfügung stünden. Und wir stoßen weit mehr CO2-Emmissionen aus, als die Wälder und Ozeane der Welt aufnehmen können. Der Tag verdeutlicht, dass die gesamte Weltbevölkerung 1,75 Erden bräuchte, um den durchschnittlichen globalen Bedarf an natürlichen Rohstoffen nachhaltig zu decken.

Der Erdüberlastungstag wird jedes Jahr vom Global Footprint Network errechnet. Es wird einerseits für jedes Land ein Erdüberlastungstag ermittelt – in Deutschland war es 2019 der 2. Mai. Andererseits wird auch der globale Erdüberlastungstag berechnet, der sich auf die weltweite Ressourcennutzung bezieht. Dieser war im vergangenen Jahr am 1. August. Die Experten haben jedoch die Daten der Erdüberlastungstage der vergangenen Jahre nun mit zusätzlichen Quellen neu berechnet, so dass sich die Daten der vergangenen Jahre rückwirkend leicht verschoben haben.

Wo liegt Deutschland im weltweiten Vergleich? Der ökologische Fußabdruck Deutschlands liegt im globalen Vergleich im oberen Viertel aller Länder. Würden alle Menschen leben wie in Deutschland bräuchten wir jährlich drei Erden. Bei einem weltweiten Ressourcenverbrauch wie in den USA bräuchten wir fünf Erden, bei einem wie in China 2,2, in Frankreich und in Großbritannien 2,7 Erden. Das erinnert an die Worte von Mohandas Gandhi „Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.“

Gerade im Gebäudesektor ließe sich der Verbrauch fossiler Ressourcen zur Raumwärme- und Warmwasserbereitstellung auf nahezu Null senken. Durch erhöhte Energieeffizienz der Anlagen und die Nutzung regenerativer Energiequellen wird es oft für den Nutzer auf lange Sicht sogar kostengünstiger. Bei der Frage, wie das eigene Gebäude dahingehend optimiert werden kann, steht die Energieagentur mit kostenloser und neutraler Beratung zur Seite.

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