Wirtschaftsregion

FRÜHLINGSEMPFANG DER WIRTSCHAFTSREGION BERGSTRAßE 2017

Persönliche Gespräche und Kontaktpflege im Zentrum der Veranstaltung / Hauptredner war Prof. Hanns-Michael Hölz, Präsident des Olympiastützpunktes Metropolregion Rhein-Neckar und ehemaliger Managing Director Deutsche Bank AG

Frühlingsempfang der Wirtschaftsregion Bergstraße 2017
Von links: Landrat Christian Engelhardt, Prof. Hanns-Michael Hölz, Präsident des Olympiastützpunktes Metropolregion Rhein-Neckar und ehemaliger Managing Director Deutsche Bank AG, Bürgermeisterin Barbara Schader, Stadt Bürstadt, Wolfgang Hensel, Mitglied des Vorstandes der Sparkasse Worms-Alzey-Ried, sowie Dr. Matthias Zürker, Geschäftsführer der Wirtschaftsregion Bergstraße / Wirtschaftsförderung Bergstraße GmbH (WFB).  - © WFB

30.03.2017: Netzwerkgespräche, Kontaktpflege und der persönliche Dialog: Mit ihrem Frühlingsempfang möchte die Wirtschaftsregion Bergstraße / Wirtschaftsförderung Bergstraße GmbH (WFB) ihren Gästen jedes Jahr aufs Neue eine Plattform zum Austausch und Diskurs bieten. Mit Erfolg. Mehr als 400 Entscheider aus der regionalen Wirtschaft, den Metropolregionen Frankfurt/Rhein-Main und Rhein-Neckar sowie aus der Kommunal-, Landes- und Bundespolitik folgten der Einladung der WFB zum Frühlingsempfang 2017, der gestern bei frühlingshaften Temperaturen im Bürgerhaus der Stadt Bürstadt stattfand.

Die Veranstaltung eröffnete Bürgermeisterin Barbara Schader. „Es ist für uns eine Ehre und Auszeichnung, im Jubiläumsjahr der Stadt Gastgeber für den Frühlingsempfang der Wirtschaftsregion Bergstraße sein zu dürfen“, sagte die Bürgermeisterin mit Blick auf das 1250-jährige Bestehen der Kommune. Entscheidend für die positive Entwicklung einer Stadt, für die regionale Wirtschaft und ihre Unternehmen sei ein festes Fundament, Mut und Begeisterung, führte sie aus. Als Attribute für den Erfolg der Wirtschaftsregion Bergstraße nannte sie „partnerschaftlichen Zusammenhalt, Gemeinsamkeit, Konstanz und den Mut, neue Wege zu gehen“.

Auch Landrat Christian Engelhardt, Aufsichtsratsvorsitzender der WFB, betonte die „solide Basis“, die nötig sei, um etwas bewegen zu können. Er skizzierte das Modellprojekt „Vision Bergstraße“ für eine Kreisentwicklung, die sich langfristig an den Wünschen der Bürgerinnen und Bürger orientiert. Wichtiger Pfeiler des Projekts sei Digitalisierung. „Schon aufgrund unserer Lage inmitten der Metropolregionen Frankfurt/Rhein-Main und Rhein-Neckar sind wir dafür prädestiniert, das Thema Digitalisierung voran zu treiben“, sagte er. Schon jetzt sei in der Wirtschaftsregion Bergstraße flächendeckend schnelles Internet mit 50 Megabit pro Sekunde verfügbar. Als nächste Ziele nannte er „flächendeckend ein Gigabit, 1.000 Megabit, pro Sekunde und öffentliche WLAN-Hotspot in allen Kommunen“. „Wir dürfen die Herausforderungen der Zukunft nicht aus dem Blick verlieren. Es geht nur gemeinsam“, schloss Landrat Engelhardt.

Als Keynote-Speaker konnte Prof. Hanns-Michael Hölz, Präsident des Olympiastützpunktes Metropolregion Rhein-Neckar und ehemaliger Managing Director Deutsche Bank AG, gewonnen werden, der unter der Überschrift „Sport und Wirtschaft – zwei Identitäten im Blick auf Vertrauen und Verantwortung?“ mögliche Vergleiche und Verbindungen zwischen den beiden Bereichen darstellte. In der Wirtschaft seien nicht nur der monetäre Gewinn, sondern nicht zuletzt die soziale Verantwortung, die den Unternehmen zukommende Corporate Social Responsibiliy, Messfaktoren für Erfolg. Es gehe um die Frage: „Wie gehen wir mit der Gesellschaft um?“. Vertrauen bezeichnete er als einen ökonomischen Wert, da Unternehmensführer Versprechen und Regeln aufstellten und gegenüber der Gesellschaft auch einzulösen haben. Der Sport drehe sich um das Erreichen von Zielen – etwa den Erhalt von Medaillen und Auszeichnungen. Als Schlagwörter nannte er Leistung, Verpflichtung sowie das Ehrenamt, ein wichtiges Thema in diesem Bereich. „Auch der Sport ist ein zentraler Bestandteil des gesellschaftlichen Zusammenlebens sowie ein Wirtschaftsfaktor“, betonte er. Wirtschaft und Sport würden viel zur Steigerung der Lebensqualität beitragen und die Entwicklung einer Region und deren Attraktivität maßgeblich prägen. Vertrauen und Verantwortung seien mit Blick auf zum Beispiel Doping und Fairness ebenso im Sport hohe Werte, sagte der Referent. „Freiheit und Verantwortung sind zwei wichtige Begriffspaare der deutschen Gesellschaft“, so sein Fazit, „Es lohnt sich, sich dafür einzusetzen.“

Schlussworte sprachen Wolfgang Hensel, Mitglied des Vorstandes der Sparkasse Worms-Alzey-Ried, sowie Dr. Matthias Zürker, Geschäftsführer der WFB. Der Frühlingsempfang der Wirtschaftsregion Bergstraße biete den Unternehmern Gelegenheit, den „Mannschaftsgeist“ und die „Motivation“ zu stärken und sich für das neue Geschäftsjahr „in Form zu bringen“, griff Hensel den Leitfaden seines Vorredners auf. „Bauen Sie auf Ihre Stärken und auf das, was Sie von anderen unterscheidet“, schrieb er den Gästen ins Stammbuch. Dr. Zürker unterstrich, dass die „WFB den Frühlingsempfang auch als Dank für all diejenigen veranstaltet, die gemeinsam zum Erfolg und der großen Dynamik der Region beitragen.“ Die wirtschaftliche Stimmung in der Wirtschaftsregion Bergstraße sei gut – das belege auch der aktuelle ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland, nach dem die Aufwärtsentwicklung bei der Beurteilung der aktuellen Geschäftslage anhält, die Erwartungen der Unternehmen sich weiter verbessern und der Aufschwung an Kraft gewinnt.

Das Programm wurde durch Showeinlagen der TV 1891 Bürstadt Cheerleader – bestehend aus den Tanzgruppen Tomahawks, T-Pee’s und dem Partner-Stunt Steffen und Maresa – ergänzt. Die Cheerleader des TV Bürstadt mischen bei den hessischen Meisterschaften schon seit Jahren ganz vorne mit. Ein weiteres Highlight des Showteils war der Auftritt von Solotänzerin Aurelia Gruber vom TG Bobstadt, die an der Weltmeisterschaft im Oktober 2016 teilgenommen hat.

Wirtschaftsförderung Bergstraße GmbH