Wirtschaftsregion

DIGITALISIERUNG – NEUE PERSPEKTIVEN FÜR UNTERNEHMEN

Veranstaltung der Wirtschaftsförderung Bergstraße und der Sparkasse Bensheim für die Unternehmen in der Wirtschaftsregion Bergstraße fand am vergangenen Dienstag vor vollem Haus statt

Digitalisierung – neue Perspektiven für Unternehmen
Die Hauptakteure des Abends (v.l.): Dr. Matthias Zürker, Geschäftsführer der Wirtschaftsregion Bergstraße / Wirtschaftsförderung Bergstraße GmbH (WFB), Anette Nickels, Mittelstand 4.0-Agentur Kommunikation, Tobias Meudt, Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Darmstadt, Dr. Hans-Peter Meister und Dr. Alexander Bode, beide IFOK GmbH, Landrat Engelhardt, Aufsichtsratsvorsitzender der WFB, Dr. Alexandra Merkel, speedikon Facility Management AG, Dr. Eric Tjarks, Vorsitzender des Vorstandes der Sparkasse Bensheim, sowie Helmut Sachwitz, Erster Stadtrat der Stadt Bensheim. - © WFB

10.11.2017: Digitale Technologien verändern das Geschäftsleben in rasantem Tempo. Auch Unternehmen in der Wirtschaftsregion Bergstraße müssen sich dem Wandel stellen und zum Beispiel ihre Produktion (stärker) digitalisieren oder datenbasierte Dienstleistungen anbieten.

Damit sich die Entscheider aus der Wirtschaftsregion Bergstraße über das Thema informieren können, veranstalteten die Wirtschaftsregion Bergstraße / Wirtschaftsförderung Bergstraße GmbH (WFB) und die Sparkasse Bensheim für diese am vergangenen Dienstag das Workshop-Seminar „Digitalisierung – Neue Perspektiven für Unternehmen“. Mehr als 90 Teilnehmer waren hierzu in das Kundenberatungszentrum der Sparkasse Bensheim gekommen.

Dr. Eric Tjarks, Vorsitzender des Vorstandes der Sparkasse Bensheim, begrüßte die Gäste. „Ihre Präsenz zeigt, dass beim Thema Digitalisierung noch das eine oder andere aufzuzeigen und zu diskutieren ist“, zeigte sich Dr. Tjarks erfreut über die rege Teilnahme.

Helmut Sachwitz, Erster Stadtrat der Stadt Bensheim, vertrat den kurzfristig verhinderten Bürgermeister Rolf Richter. „Digitale Technologien sollen sinnvoll nutzbar gemacht werden“, erklärte Sachwitz. Denn Digitalisierung dürfe kein Selbstzweck werden, in dem Sinne, dass sich Einzelne einen Vorteil verschaffen. Vielmehr ginge es darum, unterschiedliche gesellschaftliche Sparten vernetzter zu gestalten. In diesem Zusammenhang verwies er auf das Schlagwort der so genannten „Smart City“, die zum Ziel hat, ihre Einzelbereiche ganzheitlich ineinander zu verknüpfen.

„Ob Mobilität, Medizinversorgung, Wirtschaft oder Infrastruktur – Digitalisierung wird das Leben in allen gesellschaftlichen Gebieten nachhaltig verändern“, sagte Landrat Engelhardt, Aufsichtsratsvorsitzender der WFB. Als große Megatrends nannte er Big Data oder Artificial Intelligence. Mit dem digitalen Wandel seien Herausforderungen verbunden, aber auch ein großer Nutzen, den es auszuschöpfen gelte. „Neue Welten, große Chancen. Und wir als Wirtschaftsregion Bergstraße wollen ganz vorne mit dabei sein“, schloss er.

Die Keynote übernahmen Dr. Hans-Peter Meister und Dr. Alexander Bode, beide IFOK GmbH, in einem „Kritischen Dialog zur Digitalisierung“. Sie beleuchteten Aspekte wie „Was ändert sich durch digitale Technologien?“, „Welche konkreten Vorteile bieten sie Unternehmern?“ oder „Kann auch der Mittelstand davon profitieren?“. Die Essenz des Dialogs: Die komplette Gesellschaft und nicht zuletzt die Unternehmen stehen vor einem tiefgreifenden Wandel. Produkte und Maschinen fungieren als Datenlieferanten und kommunizieren miteinander. Trotz aller Unkenrufe sei Deutschland keineswegs abgehängt. „Im Bereich Industrie 4.0 sind wir führend und haben Anfragen aus aller Herren Länder“, erläuterte Dr. Bode, der auch aus Erfahrung seiner Tätigkeit in der Plattform Industrie 4.0, Geschäftsstelle Berlin, berichtete. Nicht nur Big Player können daraus Nutzen ziehen, auch für den Mittelstand stelle Digitalisierung attraktive Möglichkeiten für Produktion und Dienstleistungen dar. Ebenso könne das Handwerk mit einem ganzheitlichen, umfassenden Angebot reagieren. Die Wirtschaftsregion Bergstraße habe dabei viele Vorteile: Als Beispiele nannten die Referenten den Branchenmix, die hohe Anzahl der Spitzencluster oder die Nähe zu den großen IT-Zentren in Darmstadt und Walldorf. „Gerade durch die zentrale Lage inmitten der beiden Metropolregionen Rhein-Neckar und Frankfurt/Rhein-Main sind wir im Zentrum der Entwicklung“, betonten Dr. Bode und Dr. Meister. Ihr Fazit lautete: „Wer, wenn nicht wir und wann, wenn nicht jetzt?“

Lösungen, Unterstützungsmöglichkeiten und Best-Practice-Beispiele warteten jetzt auf die Teilnehmer: Bei insgesamt vier Workshops boten Experten ihnen die Chance, noch stärker ins Thema einzutauchen und Antworten auf individuelle Fragen zu erhalten. Die Referenten waren Dr. Alexandra Merkel, speedikon Facility Management AG, Tobias Meudt, Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Darmstadt, Anette Nickels, Mittelstand 4.0-Agentur Kommunikation, und Dr. Alexander Bode.

Die Veranstaltung wurde von einer Ausstellung begleitet, auf der unter anderem eine brandneue Brille für die so genannte „Mixed Reality“ live getestet werden konnte.

Das anschließende Get-together gab Gelegenheit zur Netzwerkarbeit und die Impulse des Abends im persönlichen Gespräch weiter zu vertiefen.

„Die Digitalisierung eines Unternehmens stellt eine große Herausforderung dar und bedarf einer sorgfältigen Vorbereitung und professionellen Unterstützung durch fachkundige Experten“, fasste Dr. Matthias Zürker, Geschäftsführer der WFB, zusammen. „Wir beraten die Unternehmen in der Wirtschaftsregion Bergstraße. Sprechen Sie uns an!“. Er verwies besonders auf den von der WFB angebotenen kostenfreien Digitalisierungscheck, der eine erste Einordnung des Digitalisierungsgrads von Unternehmen ermöglicht. Die Betriebe erhalten im Anschluss eine individuelle Auswertung und werden von der WFB sowie deren Kooperationspartnern bei der Umsetzung unterstützt.

Info: Wissenswertes über die Serviceleistungen der WFB gibt es hier. Informationen über den kostenfreien Digitalisierungscheck der WFB gibt es hier.

Wirtschaftsförderung Bergstraße GmbH